Studie: Unternehmen wollen Investitionen erhöhen – Cybersicherheit und künstliche Intelligenz im Fokus
Studie zu digitaler Transformation
Unternehmen wollen Investitionen erhöhen – Cybersicherheit und künstliche Intelligenz im Fokus
Eine aktuelle Studie der Var Group untersucht die digitale Transformation in Deutschland, Italien und Spanien. Nahezu alle Unternehmen sehen in der richtigen Digitalisierungsstrategie einen Wettbewerbsvorteil. 85 Prozent der deutschen Unternehmen wollen mehr investieren – mit Fokus auf KI und Cybersicherheit. Doch es gibt auch Hürden.
München, 29. April 2026 – Var Group, ein internationaler Anbieter digitaler Dienstleistungen, veröffentlicht eine Mehrländerstudie (Deutschland, Italien und Spanien) zu Einstellungen, Entwicklungen und Hürden im Kontext der digitalen Transformation.
Die Ergebnisse zeigen: Die digitale Transformation spielt in allen Ländern eine zentrale Rolle – der Schwerpunkt liegt dabei auf Cybersicherheit. Deutsche Unternehmen setzen daneben stark auf Data Science. Zukünftig rückt Künstliche Intelligenz (KI) in den Fokus. Die Studie basiert auf einer Online-Befragung von 309 Unternehmen aus den Produktions- und Dienstleistungsbranchen in Deutschland (104), Spanien (100) und Italien (105).
Heute Cybersicherheit - morgen KI
Cybersecurity ist in allen untersuchten Ländern der wichtigste Bereich, an dem Unternehmen aktiv arbeiten – in Deutschland für 63 Prozent der Unternehmen, in Italien für 60 Prozent und in Spanien für 61 Prozent. Zusätzlich fokussieren 60 Prozent der deutschen Unternehmen Fortschritte in Data Science, deutlich mehr als italienische (38 Prozent) oder spanische Unternehmen (39 Prozent). „Deutsche Unternehmen setzen auf Wissensgewinne durch Datenanalyse, während in den südlichen Ländern die Verbesserung der digitalen Customer Experience eine wichtigere Rolle spielt“, sagt Stephan Häfele, CEO der Var Group GmbH.
Für die Zukunft zeichnet sich ein klarer Trend ab: 58 Prozent der deutschen Unternehmen sehen in KI und Workflows mit KI-Agenten den größten Investitionsbedarf. Damit löst KI Cybersicherheit ab. Cybersicherheit bleibt jedoch nach wie vor ein Top-Thema und liegt auf Platz zwei – 54 Prozent der deutschen Unternehmen sehen hier Investitionsbedarf. Auch spanische Unternehmen wollen den Fokus auf KI setzen, während sie Investments in die IT-Beratung und Cloud-Transformation und IT-Modernisierung ähnlich wichtig einschätzen. In Italien bleibt Cybersicherheit mit Abstand führend, gefolgt von KI.
Operative Effizienz und richtige Strategie sind gefragt
Unabhängig der Investitionsfelder planen 85 Prozent der deutschen Unternehmen, ihre Budgets für digitale Transformation zu erhöhen, während nur 5 Prozent zukünftig weniger investieren wollen. Dazu entsprechend betrachten es nahezu alle (99 Prozent) als wichtig oder sehr wichtig, die richtige digitale Transformationsstrategie anzuwenden, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen.
Der Ländervergleich zeichnet ein ähnliches Bild für Italien und Spanien: 97 Prozent der italienischen und 93 Prozent der spanischen Unternehmen sehen die richtige Digitalstrategie als maßgeblich für Wettbewerbsvorteile. Jeweils etwa 80 Prozent der Unternehmen planen, künftig mehr für die digitale Transformation auszugeben.
Als wichtigsten Grund für Investitionen nannten die meisten deutschen Unternehmen "Verbesserung der betrieblichen Effizienz und Kostensenkung" (57 Prozent) – so auch italienische und spanische Betriebe. „Aufgrund der europäischen Wirtschaftslage verwundert das nicht“, sagt Stephan Häfele. „Überraschend jedoch ist, dass Cybersicherheit dennoch eine zentrale Rolle spielt, obwohl sie sich nicht direkt auf Effizienz auswirkt. Das deutet darauf hin, wie ernst die Angst um Totalausfälle durch Cyberattacken ist.“
Hürden der digitalen Transformation
Dementsprechend sehen etwa die Hälfte der deutschen Unternehmen (52 Prozent) Cybersicherheitsbedenken als eine der größten Hürden der digitalen Transformation. Vom gleichen Anteil wird auch der Fachkräftemangel als zentrales Hindernis bewertet. Die knapp größte Hürde ist die Integration neuer digitaler Lösungen in bestehende Systeme (53 Prozent der deutschen Unternehmen). Budgetbeschränkungen hingegen stellen nur für 22 Prozent eine Hürde dar.
Italienische und spanische Unternehmen sehen sich ebenfalls am stärksten von der Integration in bestehende Systeme sowie Cybersicherheitsbedenken behindert. Während in Italien der Fachkräftemangel das drittgrößte Hindernis darstellt, erwarten an dieser Stelle spanische Unternehmen Widerstand in der Belegschaft gegen Veränderungen durch die digitale Transformation.
Wahl des Dienstleisters auf Basis der Produktqualität
In allen Ländern ist die Produktqualität der wichtigste Entscheidungsfaktor bei der Wahl eines IT-Dienstleisters. In Deutschland wird außerdem viel Wert auf Innovation gelegt (49 Prozent), was auf eine Offenheit des deutschen Marktes hindeutet, neue Lösungen zu testen. Darüber hinaus bevorzugen deutsche Unternehmen mehrheitlich (67 Prozent) spezialisierte Dienstleister für einzelne Technologien, anstatt IT-Partner, die eine breite Technologiepalette bedienen. In Italien zeigt sich mehr Akzeptanz für den ganzheitlichen Ansatz (51 Prozent spezialisierte Dienstleister zu 49 Prozent ganzheitliche IT-Partner). Drittwichtigster Faktor in Deutschland ist finanzielle Stabilität.
„Die Ergebnisse machen deutlich: Europäische Unternehmen zögern nicht länger, ihre digitale Transformation voranzutreiben. Trotz erheblichen Kostendrucks wird gezielt investiert – insbesondere in Künstliche Intelligenz, die als zentraler Hebel zur Effizienzsteigerung gilt. Gleichzeitig rückt Cybersicherheit stärker in den Fokus, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage“, sagt Stephan Häfele. „Als Var Group unterstützen wir Unternehmen ganzheitlich bei ihrer digitalen Transformation, damit sie nachhaltig wettbewerbsfähig bleiben und sich zukunftssicher aufstellen können.“
Methodik
Die Studie wurde durch Excellera Intelligence durchgeführt, einem Unternehmen, das sich auf datengestützte Analysen sowie Reputations- und Regierungsangelegenheiten spezialisiert hat und zur Excellera Advisory Group gehört. Die Umfrage fand in Form von Online-Interviews (CAWI-Methode) statt, wobei eine geschichtete und zufällige Stichprobe von Unternehmen mit einem Umsatz von über 10 Millionen Euro befragt wurde. Insgesamt wurden 105 Interviews in Italien, 100 in Spanien, 104 in Deutschland und 9 in der Schweiz erhoben.
Über Var Group
Var Group ist ein internationaler Anbieter digitaler Dienstleistungen und IT-Lösungen. Seit mehr als 50 Jahren unterstützt Var Group Unternehmen jeder Größe bei der digitalen Evolution. Dabei liegt der Fokus auf Smart Services, Digital Cloud, Cyber Security, Multimedia Workspaces, Data Science, Digital Experience, Var Industries, Business Application International, Industry Solution Retail & Logistik in der Food-Branche. Als 360° IT-Dienstleister – von Beratung und Strategie über Implementierung bis Service und Wartung – bedient das Unternehmen den industriellen Sektor in Branchen wie Automotive, Maschinenbau, produzierendes Gewerbe, Pharma, Lebensmittel, Textilien, Mode, Luxus und Möbel sowie den Einzelhandel.
Var Group S.p.A. mit Sitz in Empoli (Italien) und einem Jahresumsatz von 823 Mio. Euro ist der italienische Marktführer für Software- und Systemintegrationslösungen und über ihre Muttergesellschaft Sesa an der italienischen Börse notiert. Über 3.850 hochqualifizierte Mitarbeitende in 13 Ländern unterstützen Kunden dabei, sich erfolgreich für den Wettbewerb in der Zukunft aufzustellen. Auf dem deutschen Markt agiert die Var Group durch ihre Tochter Var Group GmbH mit Sitz in München.
Als Mitglied des UN Global Compact setzt sich der IT-Spezialist aktiv für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit ein. Var Group verfolgt einen integrativen Ansatz und fördert Individualität, Vielfalt und Chancengleichheit, u. a. mit Programmen zur Förderung von Frauen in der IT-Branche und in Führungspositionen.
Weitere Informationen unter www.vargroup.de
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